Hauptursache vieler Durchlaufschäden – ein undichtes Flachdach

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Hauptursache vieler Durchlaufschäden – ein undichtes Flachdach

Durch ihre hohe thermische Belastung sind Flachdächer besonders anfällig für altersbedingte und durch mechanische Fremdeinwirkung hervorgerufene Schäden. Flachdächer sind sehr häufig die Ursache für Durchlaufschäden in den unmittelbar darunter liegenden Wohn- und Geschäftsbereichen. Ob begrünt, mit einem Kiesbett aufgefüllt oder als klassisches Flachdach mit Dachpappe beschichtet oder anderen Aufbauten versehen – in der Regel unterliegen Flachdächer einer besonders hohen thermischen Belastung, was mit zunehmendem Alter zu Materialermüdungen führt. Materialporösität mit einhergehendem witterungsbedingtem Niederschlagseintritt ist häufig die Folge. Hohe Temperaturen durch intensive Sonneneinstrahlung aber auch extrem niedrige Temperaturen bei Frost bewirken zusätzlich starke Spannungen in der Dachhaut, die Rissbildungen ohne mechanische Fremdeinwirkung entstehen lassen.

Eine weitere Schadensquelle am Flachdach: Mechanische Fremdeinwirkung

Ebenso nicht unüblich als Schadenursache bei Neubauten sind mechanische Beschädigungen. Durch unachtsame Einwirkung von Fremdgewerken wie z. B. – Lüftungsbauer, Dachklempner, Dachbegrünung, Antennenbauer – geraten u. a. metallische Abfälle in die Dachhaut. Das können eingetreten Schrauben sein, die nicht beseitigt werden oder auch Dachdurchführungen wie Lüftungsrohre, Dachentwässerungen oder Kabeldurchführungen die nicht fachgerecht eingedichtet werden.

Wie kann der Schaden bei einem undichten Flachdach gefunden werden?

Die Suche nach dem Leck im Dach ist nicht trivial. Da Flachdächer einige Hundert Quadratmeter Grundfläche haben können, ist das sichtbare Schadenbild in der darunter liegenden Wohn- oder Geschäftseinheit nicht automatisch gleichbedeutend mit einer direkt darüber befindlichen Leckage. Die eigentliche Leckage kann durchaus 10 bis 15m entfernt auf dem Flachdach liegen. In Fällen, wo keine eindeutige Zuordnung der Schadenursache gegeben ist, sollte eine Leckageortung durchgeführt werden. Bei diesem speziellen Verfahren wird unter Zuhilfenahme von Rauchgas das Leck sichtbar gemacht. Eine weitere Ursache für Schäden auf Flachdächern ist in jüngster Vergangenheit verstärkt durch Vögel wie Stadtkrähen und Tauben verursacht worden. Um in diesem speziellen Fall die Abgrenzung der Feuchtigkeit auf dem Flachdach vornehmen zu können wird messtechnisch mit einer Wärmebildkamera gearbeitet.

Was sind Folgen durchfeuchteter Flachdächer?

Neben Wasserschäden in den darunter liegenden Bauwerksteilen geht eine erhebliche Einschränkung der Flachdachdämmungsleistung einher. Das zieht wiederum eine Minimierung der Wärmedämmung zur Rohdecke nach sich und setzt gleichzeitig ein großes Taupunktpotenzial frei. Es werden Kondensate freigesetzt, die bei ungenügender Luftzirkulation zur Entwicklung von Schimmelpilzen führen können deren gesundheitliche Auswirkungen eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. H2: Technische Trocknung als wirksames Gegenmittel Wie bei der Estrich-Dämmschichttrocknung lässt sich die Dämmschichtzone des Flachdaches mittels Kombianlage durch saugen und drücken ebenfalls technisch trocknen. Hierzu werden entsprechende Bohrungen durch die Dachhaut und Dämmung hergestellt und anschießend mit Trockenluft versorgt. Bei stehendem Wasser in der Dämmung kann vor der technischen Trocknung auch eine Wasserabsaugung erforderlich werden. Mit Abschluss der Trocknungsmaßnahme werden die Bohrlöcher durch einen Dachdecker fachgerecht geschlossen. Im Ergebnis einer solch durchgeführten Trocknungsmaßnahme steht eine erhebliche Kosteneinsparung bei der Instandsetzung.